Markus-Passion/ Welt-Ersteinspielung!

Passions-Pasticcio
mit Arien von Georg Friedrich Händel
Bearbeiter: Johann Sebastian Bach

Markus-Passion

8. März 2008
Konzert 
in St. Mauritius Hardegsen

Ausführende:
Dorothee Wohlgemuth (Sopran)
Michael Lieb (Altus)
Jörn Lindemann (Tenor)
Falk Joost (Bass, Jesus)
Ralf Grobe (Bass, Arien)
Kantorei St. Mauritius Hardegsen
Telemannisches Collegium Michaelstein
Gerhard Ropeter

Livemitschnitt, ca. 90 min.

Preis der Doppel-CD:
20 € (zzgl. 3 € Porto und Verpackung)
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Aus dem Booklet zur CD der Markus-Passion:

„ ... Wir wissen, dass Bach den ungleich berühmteren Landsmann in London [Anm.: Händel] hoch schätzte, und sich mehrfach mit ihm zu treffen wünschte, dass dies aber trotz Bemühens von seiner Seite nie zustande kam. In diesem Lichte besehen kommt nun einem Leipziger Pasticcio eine ganz besondere Bedeutung zu, in welchem mit Händel und Bach die beiden wichtigsten deutschen Komponisten der Zeit in einem einzigen Werk ‚vereint’ sind. Bach hatte sich eine Abschrift der ‚Brockes-Passion’ besorgen können und um 1746/47 begonnen, sich eine Kopie von dieser anzufertigen ...

Sieben Arien aus der ‚Brockes-Passion‘ wurden ausgewählt und jener Markus-Passion einverleibt ... Das einzige heute noch vorhandene Zeugnis für diese Aufführung, deren genaues Datum sich bisher nicht weiter (als etwa zwischen 1745 und 1748) eingrenzen lässt, ist eine Cembalostimme. Sie wurde von Bachs zweitjüngstem (Komponisten-)Sohn Johann Christoph Friedrich angefertigt und von Bach selbst mit äußerster Sorgfalt beziffert. ...“

(Dr. Christine Blanken)

Der Opernfreund - 43. Jahrgang
(August 2013)

Pasticcio von Keiser, Bach und Händel: Markus-Passion

Ein geistliches Musikdrama als Referenzaufnahme

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von Frank Piontek (02.08.2013)

HNA 27.03.2009
Hessische/ Niedersächsische Allgemeine vom 27.03.2009

Vergessene Passion auf CD

Kantorei Hardegsen bringt Welt-Ersteinspielung der Markus-Passion auf den Markt

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Zu der Aufführung der Markus-Passion durch die Kantorei St. Mauritius Hardegsen schrieb die Presse:

„ ... Besonders eindringlich war die Wirkung des von den tiefen Frauenstimmen gesungenen Chorals „Wenn ich einmal soll scheiden“ und die Händelsche Sopranarie „Wisch ab der Tränen scharfe Lauge“ mit ihrem genialen unbegleiteten Beginn, dem sich dann die Oboe im Einklang beigesellt.

Leiter Gerhard Ropeter hatte seine Kammerchoristen (vier Sänger pro Stimme) gründlich auf den Abend vorbereitet und ihnen auch kleinere solistische Aufgaben anvertraut. Von den Solisten muss man besonders den wunderschönen ausdrucksstark, dabei stets schlicht singenden Tenor Jörn Lindemann als Evangelist hervorheben, mit dem die Sopranistin Dorothee Wohlgemuth, der Altus Michael Lieb und die Bassisten Falk Joost (Jesusworte) und Ralf Grobe (Arien) schön harmonierten. ...“

(Michael Schäfer, Göttinger Tageblatt, 13.03.2008)

 

„ ... Die Zuhörer erlebten ein hörenswertes Konzert. ... Das lag vor allem an der bestens eingestellten Kantorei St. Mauritius Hardegsen und an dem ebenfalls gut disponierten Telemannischen Collegium Michaelstein.

Der Chor, nur 16 Stimmen stark, glänzte in den meist kurzen Chorstücken durch eine hoch konzentrierte, überall auf den Punkt treffsichere Leistung. Sein Leiter, Gerhard Ropeter, hielt die Fäden mit einem überaus präzisen Dirigat beisammen, dem nichts entging. Fünf Vokalsolisten waren erforderlich. Die größte Partie trug auch der Sänger mit der stärksten musikalischen Ausstrahlung vor. Sowohl in seinen Arien als auch in den langen Passagen des Evangelisten verströmte Jörn Lindemann einen gelassen fließenden, von Attitüden freien Glanz, der genau den schlichten Charakter der Sätze des großen Unbekannten traf. ...“

(Johannes Mundry, Hessische Niedersächsische Allgemeine, 13.03.2008)